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RAID 7 und Triple-Parity-RAID · Version 1.6 · © Stor IT Back 2026
Dies ist eine Weiterentwicklung von RAID 5 und RAID 6. Ein Triple-Parity-RAID kann – abhängig von der konkreten Implementierung und bei ansonsten intaktem Array – den gleichzeitigen Ausfall von bis zu drei Laufwerken verkraften. Dazu werden drei unabhängige Paritätsinformationen beziehungsweise Redundanzwerte innerhalb der Stripes gespeichert. Die konkrete mathematische Berechnung der drei Paritätswerte ist hersteller- und implementierungsabhängig. Die Leseleistung kann durch das Striping über mehrere Laufwerke hoch sein. Die tatsächliche Leistung hängt jedoch von Laufwerksanzahl, Controller, Software und Zugriffsmuster ab. Schreibzugriffe verursachen gegenüber RAID 5 und RAID 6 zusätzlichen Aufwand, da drei Paritätsinformationen berechnet und aktualisiert werden müssen. Leistungsfähige Hardware und Schreib-Caches können diesen Mehraufwand reduzieren. Die Bezeichnung RAID 7 ist nicht als allgemeiner Triple-Parity-Standard eindeutig definiert. Hersteller verwenden unterschiedliche Bezeichnungen und Implementierungen für Triple-Parity-Verfahren. RAID-TP ist eine eigene Bezeichnung für Triple-Parity-RAID und sollte nicht grundsätzlich mit RAID 7 gleichgesetzt werden.

| Kapazität: | (Anzahl der Laufwerke − 3) × Kapazität eines Laufwerks; tatsächliche Kapazität ist implementierungsabhängig |
| Geschwindigkeit: | Gute Leseleistung möglich; höhere Schreiblast durch die Berechnung und Aktualisierung dreier Paritätsinformationen |
| Ausfallwahrscheinlichkeit: | Ausfalltoleranz: Bis zu drei Laufwerke können abhängig von der Implementierung gleichzeitig ausfallen |
| Kosten: | Die Kapazität von drei Laufwerken wird für Paritätsinformationen benötigt |
| Anwendung: | Große Storage-Pools, Archivierung, Backup-to-Disk und geschäftskritische Daten mit hohen Anforderungen an die Laufwerksausfallsicherheit |
| RAID-Übersicht und Hot-Spare RAID-Level 0 RAID-Level 1 RAID-Level 4 RAID-Level 5 RAID-Level 5EE RAID-Level 6 RAID-Level n RAID Level 10 | |
Nein. Die Bezeichnung RAID 7 ist nicht als allgemeiner, herstellerübergreifender RAID-Standard eindeutig definiert. RAID-TP bezeichnet dagegen ein herstellerspezifisches RAID-Verfahren mit dreifacher Parität. Beide Begriffe sollten deshalb nicht grundsätzlich gleichgesetzt werden.
Bei einem Triple-Parity-RAID werden die Nutzdaten zusammen mit drei unabhängigen Paritätsinformationen über mehrere Laufwerke verteilt. Dadurch kann der RAID-Verbund abhängig von der konkreten Implementierung den gleichzeitigen Ausfall von bis zu drei Laufwerken verkraften.
Dreifache Parität wird je nach Hersteller oder Storage-Technologie unterschiedlich bezeichnet. Beispiele sind RAID-TP, NetApp RAID-TEC und RAIDZ3 bei ZFS. Aufbau, Mindestanzahl der Laufwerke und Leistungsmerkmale können sich zwischen den Implementierungen unterscheiden.
Die Mindestanzahl hängt von der verwendeten Implementierung ab. Für Nutzdaten und drei Paritätsinformationen werden jedoch mindestens mehrere zusätzliche Laufwerke benötigt. Vor der Konfiguration müssen deshalb die Vorgaben des jeweiligen Storage-Systems, RAID-Controllers oder Dateisystems geprüft werden.
Bei einer vereinfachten Berechnung mit gleich großen Laufwerken entspricht die nutzbare Kapazität ungefähr der Anzahl der Laufwerke minus drei, multipliziert mit der Kapazität des kleinsten Laufwerks. Zusätzliche Verwaltungs-, Dateisystem- und Hersteller-Overheads können die tatsächlich verfügbare Kapazität reduzieren.
Durch das Striping über mehrere Laufwerke kann eine hohe Leseleistung erreicht werden. Schreibzugriffe verursachen jedoch zusätzlichen Aufwand, da drei Paritätsinformationen berechnet und aktualisiert werden müssen. Die tatsächliche Leistung hängt von den Laufwerken, der Hardware, der Software und dem Zugriffsmuster ab.
Ein Triple-Parity-RAID kann abhängig von der Implementierung den gleichzeitigen Ausfall von bis zu drei Laufwerken verkraften. Nach einem Laufwerksausfall sollte der Wiederaufbau dennoch möglichst schnell erfolgen, da die verbleibende Redundanz mit jedem weiteren Ausfall abnimmt.
Triple-Parity-RAID eignet sich besonders für große Storage-Pools, Archivierung, Backup-to-Disk und andere Anwendungen, bei denen der Schutz vor mehreren gleichzeitigen Laufwerksausfällen wichtiger als eine maximale Speicherausnutzung oder Schreibperformance ist.
Triple-Parity-RAID toleriert einen zusätzlichen Laufwerksausfall gegenüber RAID 6. Während RAID 6 grundsätzlich zwei ausgefallene Laufwerke verkraftet, können Triple-Parity-Verfahren abhängig von der Implementierung bis zu drei Laufwerksausfälle tolerieren.
Nein. Auch dreifache Parität schützt nur vor bestimmten Laufwerksausfällen. Sie schützt nicht vor versehentlichem Löschen, Schadsoftware, beschädigten Dateien, Fehlkonfigurationen, Diebstahl oder einem vollständigen Ausfall des Storage-Systems. Eine separate und regelmäßig überprüfte Datensicherung bleibt erforderlich.







