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RAID 10 – Redundant Array of Independent Disks 10 · Version 1.5 · © Stor IT Back
RAID 10, auch RAID 1+0 genannt, kombiniert die Spiegelung von RAID 1 mit dem Striping von RAID 0. Zunächst werden die Laufwerke zu gespiegelten Paaren zusammengefasst. Anschließend werden die Daten blockweise über diese Spiegelpaare verteilt. RAID 10 verbindet die Leistungsvorteile des Stripings mit der Redundanz gespiegelter Laufwerke. RAID 10 eignet sich besonders für Datenbanken, Virtualisierungsumgebungen und andere Anwendungen mit hoher I/O-Last.
Je nachdem, in welcher Reihenfolge Spiegelung und Striping kombiniert werden, entsteht RAID 1+0 oder RAID 0+1. Bei RAID 1+0 werden zunächst Laufwerkspaare gespiegelt und anschließend per Striping verbunden. Bei RAID 0+1 werden dagegen zunächst zwei Stripe-Gruppen erstellt und anschließend gespiegelt. Beide Verfahren bieten eine hohe Leistung, unterscheiden sich jedoch deutlich beim Verhalten nach einem Laufwerksausfall. RAID 1+0 besitzt in der Regel die höhere Ausfallsicherheit.

| Mindestanzahl: | Typischerweise mindestens vier Laufwerke |
| Kapazität: | Bei gleich großen Laufwerken: Anzahl der Laufwerke ÷ 2 × Kapazität eines Laufwerks |
| Geschwindigkeit: | Hohe Lese- und Schreibleistung, da Zugriffe auf mehrere Spiegelpaare verteilt werden können |
| Ausfallwahrscheinlichkeit: | Mindestens ein Laufwerk darf ausfallen. Mehrere Laufwerke können ausfallen, sofern sie nicht zum selben Spiegelpaar gehören. |
| Kosten: | Hoher Kapazitätsbedarf, da bei einer zweifachen Spiegelung nur 50 Prozent der Rohkapazität nutzbar sind |
| Anwendung: | Datenbanken, Virtualisierung, transaktionsintensive Anwendungen und Workloads mit hoher I/O-Last |
| RAID Übersicht und Hot-Spare RAID-Level 0 RAID-Level 1 RAID-Level 4 RAID-Level 5 RAID-Level 5ee RAID-Level 6 RAID-Level 7 RAID-Level n | |
RAID 10, auch RAID 1+0 genannt, kombiniert die Spiegelung von RAID 1 mit dem Striping von RAID 0. Zunächst werden die Laufwerke zu gespiegelten Paaren zusammengefasst. Anschließend werden die Daten blockweise über diese Spiegelpaare verteilt.
Für ein klassisches RAID 10 werden mindestens vier Laufwerke benötigt. Die Anzahl der Laufwerke muss normalerweise gerade sein, da jeweils zwei Laufwerke ein gespiegeltes Paar bilden.
Bei gleich großen Laufwerken stehen üblicherweise 50 Prozent der gesamten Rohkapazität zur Verfügung. Vier Laufwerke mit jeweils 2 TB ergeben somit ungefähr 4 TB nutzbare Kapazität. Bei unterschiedlich großen Laufwerken richtet sich die Kapazität der Spiegelpaare nach dem jeweils kleineren Laufwerk.
RAID 10 bietet eine hohe Lese- und Schreibleistung, da die Zugriffe auf mehrere gespiegelte Laufwerkspaare verteilt werden können. Die tatsächlich erreichbare Leistung hängt unter anderem vom RAID-Controller, den Laufwerken, der Anzahl der Spiegelpaare und dem Zugriffsmuster ab.
Mindestens ein Laufwerk darf ausfallen, ohne dass die Daten verloren gehen. Es können auch mehrere Laufwerke gleichzeitig ausfallen, sofern nicht beide Laufwerke desselben Spiegelpaares betroffen sind. Fallen beide Laufwerke eines Spiegelpaares aus, ist das RAID nicht mehr vollständig verfügbar.
Bei RAID 10 werden zunächst gespiegelte Laufwerkspaare erstellt und anschließend per Striping verbunden. Bei RAID 0+1 werden dagegen zunächst zwei Stripe-Gruppen erstellt und anschließend gespiegelt. RAID 10 bietet bei weiteren Laufwerksausfällen in der Regel eine höhere Ausfallsicherheit als RAID 0+1.
RAID 10 eignet sich besonders für Datenbanken, Virtualisierungsumgebungen, transaktionsintensive Anwendungen und andere Workloads mit hoher I/O-Last. Es wird eingesetzt, wenn sowohl eine hohe Leistung als auch eine gute Ausfallsicherheit erforderlich sind.
Ja, sofern der eingesetzte RAID-Controller oder die RAID-Software dies unterstützt. Nach dem Ausfall eines Laufwerks kann ein Hot-Spare-Laufwerk automatisch für den Wiederaufbau des betroffenen Spiegelpaares verwendet werden.
Nein. RAID 10 schützt vor bestimmten Laufwerksausfällen, jedoch nicht vor versehentlichem Löschen, Schadsoftware, Dateibeschädigungen, Diebstahl oder einem vollständigen Ausfall des Servers. Eine separate und regelmäßig überprüfte Datensicherung ist weiterhin erforderlich.







