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Redundant Array of Independent Disks 5 V1.5 (c) Stor IT Back 2026



RAID 5 - Block Striping mit verteilter Parity

Bei diesem RAID-Level werden die Daten nicht gespiegelt, sondern es wird eine Kontrollsumme berechnet, die auf eine der vorhandenen n Festplatten geschrieben wird. n-1 Festplatten enthalten also die Nutzdaten, die Kontrollinformation (Parity) wird auf die n-te Festplatte geschrieben, allerdings nicht immer auf die gleiche. Erst wird die erste, dann die zweite, die dritte und so weiter für die Parity-Informationen genutzt. Die anderen halten jeweils die Daten. Fällt eine Festplatte aus, so werden immer die fehlenden Informationen aus den Kontrollsummen errechnet. Dieser RAID-Level wird häufig bei Fileservern eingesetzt, für performante Datenbanken auf Festplatten ist er wegen den etwas langsameren Schreibzugriffen nicht so gut geeignet. RAID 5 ist aber immer noch der Standard.

RAID Level 5

Kapazität: Anzahl der Platten minus 1 mal Kapazität kleinste Einzelplatte
Geschwindigkeit: normal
Ausfallwahrscheinlichkeit: gering
Kosten: gering, nur eine Platte Verlust
Anwendung: Fileserver, Archivierung, Backup-to-Disk, kleine HDD
Zusammenfassung: Der Standard für kleine Festplatten und SSDs
RAID Übersicht und Hot Spare
RAID Level 0
RAID Level 1
RAID Level 4
RAID Level 5ee
RAID Level 6
RAID Level 7
RAID Level n
RAID Level 10

 
 

FAQ zum Thema RAID 5

Was ist RAID 5 – und wofür wird es typischerweise genutzt?

RAID 5 kombiniert mehrere Laufwerke zu einem Verbund, bei dem die Daten verteilt gespeichert werden und zusätzlich eine Parität (eine Art Prüfinformation) mitläuft. Dadurch kann ein Laufwerk ausfallen, ohne dass Daten sofort verloren sind. RAID 5 wird oft genutzt, wenn man einen Kompromiss aus Kapazität, Kosten und Ausfallsicherheit sucht, z. B. für Fileserver oder allgemeine Storage-Pools. Es ist jedoch nicht ideal für sehr schreibintensive Workloads, weil die Parity-Berechnung ausbremsen könnte, oder extrem große Laufwerke, weil Rebuilds lange dauern können.

Wie viele Festplatten brauche ich mindestens – und wie viel Kapazität ist nutzbar?

Mindestens braucht RAID 5 drei Laufwerke. Die nutzbare Kapazität entspricht grob Gesamtkapazität minus eine Platte, weil die Parität den Platz von ungefähr einem Laufwerk belegt. Beispiel: 4× 4 TB ergeben brutto 16 TB, nutzbar sind typischerweise etwa 12 TB (abzüglich Formatierung/Overhead). Wichtig: Bei gemischten Plattengrößen (sollte aber vermieden werden) zählt immer die kleinste Platte als Maßstab.

Wie wirkt sich RAID 5 auf die Performance aus – insbesondere beim Schreiben?

Lesen kann bei RAID 5 oft gut skalieren, weil Daten über mehrere Platten verteilt sind. Beim Schreiben entsteht zusätzlicher Aufwand, da Parität berechnet und geschrieben werden muss; bei vielen kleinen Schreibzugriffen kann das spürbar bremsen. In der Praxis merkt man das z.B. bei Virtualisierung, Datenbanken oder stark genutzten Mail-/Applikationsservern. Tipp: Wenn die Last überwiegend aus vielen kleinen Writes besteht, ist RAID 10 oder RAID 6 (je nach Schutzbedarf) häufig die bessere Wahl.

Was passiert bei einem Plattenausfall – und wie kritisch ist die Rebuild-Phase?

Fällt eine Platte aus, läuft das System meist weiter, aber im degradierten Zustand: Daten werden beim Zugriff aus den verbleibenden Platten + Parität rekonstruiert. Das reduziert die Performance und erhöht das Risiko, denn bei RAID 5 ist danach kein weiterer Plattenausfall mehr tolerierbar. Der Rebuild (Wiederaufbau auf eine neue Platte oder Hot Spare) kann je nach Größe und Auslastung viele Stunden bis Tage dauern. Tipp: Rebuild-Zeiten und Monitoring sind bei RAID 5 entscheidend – degradiert sollte ein Array nie einfach so laufen.

Warum gilt RAID 5 bei großen HDDs oft als riskanter – und was kann man dagegen tun?

Bei sehr großen Festplatten dauert der Rebuild lange, und in dieser Zeit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein zweiter Defekt oder ein Lesefehler auftritt. Außerdem werden beim Rebuild sehr viele Daten gelesen, was schwächelnde Platten zusätzlich belastet. Gegenmaßnahmen sind: kleinere RAID-Gruppen (nicht zu viele Disks in einem RAID 5), konsequentes Monitoring, Hot Spare, und je nach Kritikalität der Wechsel auf RAID 6 oder RAID 10. Praxis-Beispiel: Für einen großen Storage mit vielen TB pro Disk ist RAID 6 oft die konservativere Wahl, weil zwei Ausfälle toleriert werden.

Welche typischen Admin-Fallen gibt es bei RAID 5 (und wie vermeide ich sie)?

Ein häufiger Fehler ist, RAID 5 als Backup zu betrachten – es schützt nur vor dem Ausfall einer Platte, nicht vor Löschen, Malware oder Datenkorruption. Ebenfalls kritisch: fehlende Alarmierung (man merkt den ersten Ausfall zu spät) oder Ersatzplatten, die nicht kompatibel sind (Größe, Interface, Firmware). Auch Write Cache ohne Absicherung (z. B. ohne Battery/Flash-Backup) kann bei Stromausfall zu Datenproblemen führen. Tipp: Setze klare Alarme, halte kompatible Spares vor, dokumentiere das Layout – und teste regelmäßig, ob ein Restore aus dem Backup wirklich klappt.

 
 

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