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RAID 5 · Version 1.5 · © Stor IT Back GmbH & Co. KG
Bei RAID 5 werden Daten in Blöcke auf mindestens drei Laufwerke verteilt.
Für jeden Stripe wird ein Paritätsblock berechnet. Daten- und Paritätsblöcke wechseln sich über alle Mitgliedslaufwerke ab,
sodass kein festes Paritätslaufwerk vorhanden ist.
Fällt ein Laufwerk aus, rekonstruiert der Controller die fehlenden Daten aus den verbliebenen Daten- und Paritätsblöcken.
Das Array arbeitet dann im degradierten Modus und toleriert bis zum Abschluss des Rebuilds keinen weiteren Laufwerksausfall.
RAID 5 bietet eine gute Kapazitätsausnutzung und kann Lesezugriffe über mehrere Laufwerke parallelisieren.
Kleine, zufällige Schreibzugriffe verursachen jedoch zusätzlichen Aufwand für Paritätsberechnung und I/O.
Deshalb eignet sich RAID 5 eher für leseorientierte Fileserver und allgemeine Storage-Pools als für stark schreibintensive Datenbanken oder Virtualisierungsumgebungen.
Bei großen HDDs und langen Rebuild-Zeiten sollten RAID 6, RAID 10 oder kleinere RAID-Gruppen geprüft werden.

| Nutzbare Kapazität: | (N − 1) × Kapazität des kleinsten Laufwerks |
| Geschwindigkeit: | Lesen: gut, Schreiben: normal |
| Ausfallwahrscheinlichkeit: | Ein Laufwerksausfall ohne Datenverlust |
| Kosten: | gering, nur ein Laufwerk Verlust |
| Anwendung: | Fileserver, Archivierung, Backup-to-Disk, kleine Laufwerke |
| Zusammenfassung: | Der Standard für kleine Festplatten und SSDs |
| RAID Übersicht und Hot Spare RAID-Level 0 RAID-Level 1 RAID-Level 4 RAID-Level 5ee RAID-Level 6 RAID-Level 7 RAID-Level 10 RAID-Level n | |
RAID 5 ist ein Paritäts-RAID aus mindestens drei Laufwerken. Daten- und Paritätsblöcke werden über alle Mitgliedslaufwerke verteilt. Der Verbund toleriert genau einen Laufwerksausfall und bietet bei gleich großen Laufwerken die nutzbare Rohkapazität von N − 1 Laufwerken. RAID 5 eignet sich vor allem für leseorientierte Fileserver und allgemeine Storage-Pools mit moderatem Schreibanteil.
RAID 5 benötigt mindestens drei Laufwerke. Die nutzbare Rohkapazität berechnet sich als (N − 1) × Kapazität des kleinsten Laufwerks. Vier Laufwerke mit jeweils 4 TB ergeben somit 12 TB nutzbare Rohkapazität vor Dateisystem, Metadaten und der Umrechnung von TB in TiB. Bei unterschiedlich großen Laufwerken bestimmt das kleinste Laufwerk die nutzbare Kapazität jedes Mitglieds; zusätzliche Kapazität größerer Laufwerke bleibt in einer klassischen RAID-5-Gruppe in der Regel ungenutzt.
Lesezugriffe können über mehrere Laufwerke verteilt werden und dadurch einen höheren Durchsatz als ein einzelnes Laufwerk erreichen. Bei Schreibzugriffen müssen zusätzlich Paritätsinformationen berechnet und geschrieben werden. Besonders kleine, zufällige Schreibzugriffe können deshalb deutlich langsamer sein. Für stark schreibintensive Datenbanken oder Virtualisierungsumgebungen ist RAID 10 häufig besser geeignet.
Fällt ein Laufwerk aus, arbeitet RAID 5 im degradierten Modus weiter. Fehlende Datenblöcke werden aus den verbliebenen Daten- und Paritätsblöcken rekonstruiert. Während des Rebuilds können Performance und Latenz schlechter sein, und es besteht keine zusätzliche Laufwerksreserve. Fällt vor Abschluss des Rebuilds ein zweites Mitgliedslaufwerk derselben RAID-Gruppe aus, fällt das Array aus. Die Rebuild-Dauer hängt unter anderem von Laufwerkskapazität, Laufwerkstyp, Controller, Systemlast und Rebuild-Priorität ab.
Ein kompatibles Hot-Spare-Laufwerk kann nach einem Laufwerksausfall automatisch den Platz des defekten Laufwerks übernehmen und den Rebuild starten. Dadurch verkürzt sich die Reaktionszeit, insbesondere nachts oder an nicht ständig betreuten Standorten. Ein Hot Spare erhöht jedoch nicht die Ausfalltoleranz von RAID 5: Bis zum Abschluss des Rebuilds darf kein zweites Mitgliedslaufwerk ausfallen. Monitoring und ein getestetes Backup bleiben erforderlich.
Mit zunehmender Laufwerkskapazität kann ein Rebuild länger dauern. Dadurch arbeitet die RAID-Gruppe länger ohne zusätzliche Ausfallreserve. Während des Rebuilds werden große Datenmengen gelesen, sodass nicht korrigierbare Lesefehler oder bereits belastete Laufwerke die Wiederherstellung erschweren können. Bei großen HDDs sollten daher kleinere RAID-Gruppen, RAID 6 oder RAID 10 geprüft werden.
RAID 5 verwendet eine Paritätsinformation und toleriert einen Laufwerksausfall. Die nutzbare Rohkapazität entspricht bei gleich großen Laufwerken der Kapazität von N − 1 Laufwerken. RAID 6 verwendet zwei unabhängige Paritätsinformationen, toleriert zwei Laufwerksausfälle und bietet die Rohkapazität von N − 2 Laufwerken. RAID 6 bietet mehr Reserve während eines Rebuilds, benötigt jedoch mehr Rohkapazität und verursacht bei Schreibzugriffen zusätzlichen Paritätsaufwand.
Nein. RAID 5 schützt vor dem Ausfall eines Laufwerks, übernimmt aber Löschungen, Überschreibungen und durch Ransomware verschlüsselte Daten als normale Schreibvorgänge. Ein Backup hält getrennte und möglichst versionierte Kopien bereit, aus denen frühere Datenstände wiederhergestellt werden können. RAID erhöht die Verfügbarkeit; ein Backup ermöglicht die Wiederherstellung.
Typische Fehler sind fehlendes Monitoring, ungeprüfte Backups, inkompatible Ersatz- oder Hot-Spare-Laufwerke, nicht dokumentierte Controller- und Firmwarestände sowie zu große RAID-Gruppen. Auch ein ungesicherter Write-back-Cache kann bei einem Stromausfall zu Datenverlust oder Inkonsistenzen führen. RAID-Konfiguration, Laufwerksreihenfolge, Alarmwege und Wiederherstellungsabläufe sollten deshalb dokumentiert und regelmäßig geprüft werden.
Empfohlen sind kontinuierliches Monitoring mit klaren Alarmwegen, kompatible Ersatz- oder Hot-Spare-Laufwerke, eine dokumentierte RAID-Konfiguration, kontrollierte Firmware-Updates nach Herstellerfreigabe sowie ein getrenntes Backup mit regelmäßigen Restore-Tests. Bei Write-back-Caches sollte außerdem eine geeignete batterie- oder flashgestützte Absicherung vorhanden sein. RAID erhöht die Verfügbarkeit, ersetzt aber kein Backup.







