Storage. Backup. Virtualisierung.
ILM und HSM · Version 1.7 · © Stor IT Back 2026
Information Lifecycle Management (ILM) steuert Daten über ihren gesamten Lebenszyklus – von der Erstellung und Nutzung über die Archivierung bis zur Löschung. Hierarchisches Storage Management (HSM) ergänzt diesen Ansatz technisch, indem selten genutzte Dateien regelbasiert von schnellen Primärspeichern auf kostengünstigere Speicherklassen verschoben werden.
Unternehmen können damit Primärspeicher entlasten, Backup- und Restore-Prozesse optimieren und Regeln für Aufbewahrung, Archivierung und Löschung zentral umsetzen. Welche Aufbewahrungs- und Löschfristen gelten, hängt jedoch von der Datenart, dem Verarbeitungszweck und den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben ab.
Information Lifecycle Management bezeichnet die regelbasierte Verwaltung von Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus. Dieser beginnt mit der Erstellung einer Datei und umfasst die aktive Nutzung, Speicherung, Sicherung, Archivierung und schließlich die Löschung.
Neu erstellte Dateien werden häufig verwendet und benötigen deshalb schnellen Speicher. Mit zunehmendem Alter sinkt bei vielen Daten die Zugriffshäufigkeit. Trotzdem verbleiben solche Dateien häufig auf produktiven Fileservern und werden weiterhin in Backup-Prozesse einbezogen.
ILM-Regeln können Daten anhand definierter Kriterien klassifizieren und festlegen, wann sie archiviert, auf andere Speicher verschoben oder gelöscht werden sollen. Dadurch lassen sich Primärspeicher entlasten, Backup-Laufzeiten reduzieren und Recovery-Prozesse vereinfachen.
Zusätzlich können ILM-Konzepte dabei helfen, organisatorische Vorgaben für Aufbewahrungs- und Löschfristen technisch umzusetzen.
ILM beschreibt den übergeordneten Prozess zur Verwaltung von Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus. Dabei werden Regeln für Nutzung, Speicherung, Archivierung, Aufbewahrung und Löschung definiert.
HSM ist dagegen vor allem eine technische Methode zur automatisierten Verteilung von Dateien auf unterschiedliche Speicherklassen. HSM kann daher Bestandteil einer umfassenden ILM-Strategie sein.
Kurz gesagt: ILM entscheidet, wie lange und nach welchen Regeln Daten verwaltet werden. HSM entscheidet technisch, auf welchem Speicher diese Daten liegen.
Information Lifecycle Management kann Unternehmen dabei unterstützen, definierte Aufbewahrungs- und Löschregeln technisch umzusetzen. Personenbezogene Daten dürfen nicht unbegrenzt gespeichert werden, wenn der ursprüngliche Verarbeitungszweck entfallen ist und keine andere Rechtsgrundlage oder gesetzliche Aufbewahrungspflicht die weitere Speicherung rechtfertigt.
Ein ILM-System kann beispielsweise Regeln dafür hinterlegen, wann bestimmte Daten überprüft, archiviert, gesperrt oder gelöscht werden sollen. Dabei müssen unterschiedliche Datenarten und gesetzliche Anforderungen berücksichtigt werden.
Steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen sind beispielsweise nicht für alle Unterlagen identisch. Deshalb sollte ein ILM-Konzept nicht mit einer pauschalen Aufbewahrungsfrist arbeiten, sondern Daten klassifizieren und die jeweils geltenden Regeln anwenden.
Gerade bei unstrukturierten Daten auf Fileservern – etwa Office-Dokumenten, Korrespondenz, Angeboten oder Projektunterlagen – kann ein zentral definiertes Lifecycle-Konzept die manuelle Verwaltung deutlich vereinfachen.
Hierarchisches Storage Management (HSM) verteilt Daten anhand definierter Regeln auf unterschiedliche Speicherklassen. Häufig genutzte und wichtige Daten können beispielsweise auf schnellen SSDs oder Festplatten gespeichert werden, während selten benötigte Dateien auf kostengünstigere Festplatten, NAS-Systeme oder Bandmedien wie LTO migriert werden.
Ein HSM-System besteht aus mindestens zwei Speicherklassen oder Speicherebenen. Je nach Umgebung können jedoch auch mehrere Ebenen eingesetzt werden. Neben der Speicherhardware – beispielsweise SSDs, Festplatten, NAS-Systemen, RAID-Systemen sowie Bandlaufwerken und LTO-Medien – wird eine HSM-Software benötigt, welche die Verteilung und Verwaltung der Dateien übernimmt.
Die HSM-Software definiert anhand von Regeln, welche Dateien zu welchem Zeitpunkt auf eine andere Speicherklasse verschoben beziehungsweise migriert werden. Kriterien können beispielsweise das Alter einer Datei, der Zeitpunkt des letzten Zugriffs, die Dateigröße oder andere definierte Eigenschaften sein.
Ein wichtiger Bestandteil von HSM ist der transparente Zugriff auf bereits migrierte Dateien. Anwender sollen ihre Dateien weiterhin an dem Speicherort finden, an dem sie ursprünglich abgelegt wurden. Deshalb verschiebt eine HSM-Lösung die Datei nicht einfach nur auf ein anderes Speichermedium, sondern verwaltet zusätzlich die Information darüber, wo sich die eigentlichen Daten befinden.
Greift ein Anwender später wieder auf eine migrierte Datei zu, erkennt die HSM-Software diesen Zugriff und stellt die Datei vom jeweiligen Speichermedium wieder zur Verfügung. Die Daten können sich beispielsweise auf einem anderen Festplattensystem, einem NAS-System oder einem Bandmedium befinden. Für den Anwender bleibt der ursprüngliche Dateipfad dabei erhalten. Lediglich der Zugriff kann abhängig vom verwendeten Speichermedium etwas länger dauern.
Durch Hierarchisches Storage Management verbleiben hauptsächlich häufig benötigte Daten auf schnellen und vergleichsweise teuren Primärspeichern. Selten genutzte Dateien können dagegen auf kostengünstigere Speicherklassen ausgelagert werden.
Je nach Datenstruktur und HSM-Konzept können dadurch große Speicherbereiche auf produktiven Fileservern frei werden. Gleichzeitig kann sich die zu sichernde Datenmenge auf dem Primärspeicher reduzieren. Dies kann Backup-Laufzeiten verkürzen und insbesondere bei einer vollständigen Wiederherstellung – einem Full-Restore – Vorteile bieten, da zunächst die aktuell benötigten Daten wiederhergestellt werden können.
Auch migrierte Daten müssen selbstverständlich in das Backup- und Recovery-Konzept einbezogen werden. Art und Häufigkeit der Sicherung hängen dabei von der eingesetzten HSM-Lösung, der Speicherarchitektur sowie den jeweiligen Anforderungen an Verfügbarkeit, Datenschutz und Datensicherheit ab.
Eine HSM-Lösung kann für Unternehmen sinnvoll sein, die große Mengen an Datei- und Archivdaten verwalten und dabei den Speicherplatz auf produktiven Fileservern reduzieren möchten. Auch wenn Backup- oder Restore-Zeitfenster aufgrund wachsender Datenmengen nicht mehr ausreichen, kann HSM eine Möglichkeit zur Optimierung der Speicherinfrastruktur darstellen.
Kurz gesagt: HSM sorgt dafür, dass häufig benötigte Daten auf schnellen Speichersystemen liegen, während selten genutzte Dateien regelbasiert auf günstigere Speicherklassen verschoben werden. Dadurch lassen sich vorhandene Speicherressourcen effizienter nutzen und Backup- sowie Recovery-Prozesse optimieren.
Eine professionelle Planung macht eine reibungslose Implementierung erst möglich.
Und nur dann lassen sich rechtliche Vorgaben (ILM, Löschfristen) erfüllen und Kosten (HSM) einsparen.
Sehr wichtig sind hierbei, die geforderten Funktionalitäten und die vorhandene
Hardware zu berücksichtigen.
Eine recht umfangreiche Aufgabe, gerade für den Mittelstand. Wir beraten Sie gerne zu diesen Lösungen.
Information Lifecycle Management (ILM) bezeichnet die regelbasierte Verwaltung von Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus. Dieser reicht von der Erstellung und aktiven Nutzung über Backup und Archivierung bis zur späteren Löschung der Daten.
Hierarchisches Storage Management (HSM) verteilt Daten anhand definierter Regeln auf unterschiedliche Speicherklassen. Häufig genutzte Daten können beispielsweise auf schnellen SSDs oder Festplatten gespeichert werden, während selten benötigte Dateien auf kostengünstigere Festplatten, NAS-Systeme oder Bandmedien wie LTO migriert werden.
ILM beschreibt den übergeordneten Prozess zur Verwaltung von Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus. Dabei werden beispielsweise Regeln für Nutzung, Speicherung, Archivierung, Aufbewahrung und Löschung festgelegt. HSM ist dagegen eine technische Methode, mit der Daten abhängig von definierten Kriterien auf unterschiedliche Speicherklassen verteilt werden. HSM kann somit Bestandteil einer umfassenden ILM-Strategie sein.
Zum Lebenszyklus einer Datei gehören typischerweise die Erstellung, Speicherung, aktive Nutzung und Änderung sowie Backup, Archivierung und die spätere Löschung. Welche Phasen und Regeln im Einzelfall relevant sind, hängt von der Art der Daten und den Anforderungen des Unternehmens ab.
Ein ILM-System kann Daten klassifizieren und definierte Regeln für Aufbewahrung, Archivierung und Löschung automatisiert anwenden. Dadurch lassen sich organisatorische und gesetzliche Vorgaben technisch unterstützen. Die konkreten Fristen hängen von der jeweiligen Datenart, dem Verarbeitungszweck und den geltenden gesetzlichen Anforderungen ab.
Je nach HSM-Lösung können unterschiedliche Speicherklassen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise schnelle SSDs, Festplatten, NAS-Systeme, Objektspeicher sowie Bandmedien wie LTO. Häufig verwendete Daten werden dabei auf schnellen Speichern gehalten, während selten benötigte Daten auf kostengünstigere Speicherklassen migriert werden können.
HSM kann die Datenmenge auf produktiven Primärspeichern reduzieren, indem selten genutzte Dateien auf andere Speicherklassen verschoben werden. Dadurch können sich Backup-Laufzeiten und der benötigte Speicherplatz reduzieren. Bei einer Wiederherstellung können außerdem zunächst die aktuell benötigten Daten auf den Primärspeichern bereitgestellt werden. Auch migrierte Daten müssen jedoch in ein geeignetes Backup- und Recovery-Konzept einbezogen werden.
HSM kann insbesondere für Unternehmen sinnvoll sein, die große Mengen an Datei- und Archivdaten verwalten. Typische Einsatzbereiche sind begrenzter Speicherplatz auf produktiven Fileservern, stark wachsende Datenbestände sowie zu lange Backup- oder Restore-Zeitfenster.







