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RAID 1 (Mirror) · Version 1.5 · © Stor IT Back
Bei RAID 1, auch Festplattenspiegelung oder Drive Mirroring genannt,
werden alle Daten gleichzeitig und identisch auf zwei physische Festplatten oder SSDs geschrieben.
Die zweite Kopie wird als Spiegel beziehungsweise Mirror bezeichnet. Fällt eines der beiden Laufwerke aus, bleiben die Daten auf dem zweiten Laufwerk verfügbar.
Das logische Laufwerk kann in der Regel ohne Unterbrechung weiterverwendet werden.
Ein wesentlicher Nachteil ist der hohe Kapazitätsbedarf und damit höhere Kosten.
Für eine nutzbare Kapazität von 600 GB werden beispielsweise zwei Laufwerke mit jeweils mindestens 600 GB benötigt.
Werden mehrere gespiegelte Laufwerkspaare zusätzlich per Striping zusammengefasst, handelt es sich um RAID 10.
Eine einfache Spiegelung von mehr als zwei Laufwerken wird dagegen nicht automatisch zu RAID 10.
RAID 1 schützt vor dem Ausfall eines einzelnen Laufwerks, ersetzt jedoch keine Datensicherung. Versehentlich gelöschte,
beschädigte oder durch Schadsoftware verschlüsselte Daten werden unmittelbar auf beide Laufwerke gespiegelt.

| Kapazität: | Kapazität des kleinsten Laufwerks; bei zwei gleich großen Laufwerken 50 Prozent der Rohkapazität |
| Geschwindigkeit: | Schreibleistung: ungefähr auf dem Niveau eines einzelnen Laufwerks; abhängig von Controller, Cache und Workload |
| Ausfallsicherheit: | Eines der beiden Laufwerke darf ausfallen, ohne dass die Daten unmittelbar verloren gehen |
| Kosten: | Hoher Kapazitätsbedarf, da bei zwei gleich großen Laufwerken nur 50 Prozent der Rohkapazität nutzbar sind |
| Anwendung: | Betriebssysteme, Boot-Laufwerke, kleinere Server und Anwendungen |
| RAID Übersicht und Hot-Spare RAID-Level 0 RAID-Level 4 RAID-Level 5 RAID-Level 5ee RAID-Level 6 RAID-Level 7 RAID-Level 10 RAID-Level n | |
Bei RAID 1 werden alle Daten gleichzeitig und identisch auf zwei Festplatten oder SSDs geschrieben. Fällt eines der beiden Laufwerke aus, bleiben die Daten auf dem zweiten Laufwerk verfügbar.
Bei einem RAID 1 aus zwei gleich großen Laufwerken stehen 50 Prozent der gesamten Rohkapazität zur Verfügung. Werden unterschiedlich große Laufwerke verwendet, richtet sich die nutzbare Kapazität nach dem kleinsten Laufwerk.
Die Schreibleistung liegt meist ungefähr auf dem Niveau eines einzelnen Laufwerks. Lesezugriffe können auf beide Laufwerke verteilt werden, wodurch sich die Leseleistung abhängig vom RAID-Controller, der Implementierung und dem Zugriffsmuster erhöhen kann.
Das RAID arbeitet nach dem Ausfall eines Laufwerks im degradierten Zustand weiter. Die Daten bleiben über das funktionsfähige Laufwerk verfügbar. Das defekte Laufwerk sollte möglichst schnell ersetzt werden, damit der RAID-Spiegel wiederhergestellt werden kann.
RAID 1 eignet sich unter anderem für Betriebssysteme, Boot-Laufwerke, kleinere Server, Datenbanken und Anwendungen, bei denen eine hohe Verfügbarkeit wichtiger als eine maximale Speicherausnutzung ist.
Technisch können teilweise unterschiedliche Laufwerke verwendet werden. Empfehlenswert sind jedoch möglichst identische Festplatten oder SSDs mit gleicher Kapazität, Schnittstelle und vergleichbarer Leistung. Die nutzbare Kapazität richtet sich immer nach dem kleinsten Laufwerk.
Ja, sofern der eingesetzte RAID-Controller oder die RAID-Software dies unterstützt. Ein Hot-Spare-Laufwerk kann nach dem Ausfall eines RAID-Laufwerks automatisch für den Wiederaufbau des Spiegels verwendet werden.
Nein. RAID 1 schützt vor dem Ausfall eines einzelnen Laufwerks, jedoch nicht vor versehentlichem Löschen, Schadsoftware, Dateibeschädigungen, Diebstahl oder einem vollständigen Ausfall des Servers. Eine separate Datensicherung ist daher weiterhin erforderlich.







