Storage. Backup. Virtualisierung.



Proxmox VE Ceph Cluster
hyperkonvergente HA-Virtualisierung

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Was ist ein Proxmox VE Ceph Cluster?

Ein Proxmox VE Ceph Cluster kombiniert Server-Virtualisierung und verteilten Storage in einer hyperkonvergenten Infrastruktur (HCI, Hyper-Converged Infrastructure). Proxmox VE stellt virtuelle Maschinen mit QEMU/KVM, Linux-Container mit LXC, Cluster-Management und Hochverfügbarkeit (HA) bereit. Ceph verteilt die VM-Daten redundant über mehrere Storage-Nodes und stellt sie den Proxmox-Nodes als gemeinsamen Storage zur Verfügung.

Für virtuelle Maschinen wird dabei typischerweise Ceph RBD (RADOS Block Device) als verteilter Block-Storage genutzt. Die virtuellen Datenträger sind dadurch nicht an den lokalen Speicher eines einzelnen Virtualisierungs-Hosts gebunden. Fällt ein Proxmox-Node aus, können als HA-Ressource konfigurierte virtuelle Maschinen auf einem anderen verfügbaren Cluster-Node neu gestartet werden, sofern das Ceph-Cluster weiterhin ausreichend verfügbar ist.

Für einen produktiven hyperkonvergenten Aufbau planen wir in der Regel mindestens drei Proxmox-VE-Nodes. Hardware, CPU, RAM, SSD/NVMe-Kapazität und Netzwerkinfrastruktur werden passend zum Workload und den Anforderungen an Performance und Verfügbarkeit dimensioniert.




Aktueller Stand: Proxmox VE 9.2 und Ceph

Proxmox VE 9.2 wurde im Mai 2026 veröffentlicht und basiert auf Debian 13.5 „Trixie“. Zu den integrierten Komponenten gehören unter anderem QEMU 11.0, LXC 7.0, ZFS 2.4 sowie Ceph Tentacle 20.2. Proxmox VE 9.2 bietet darüber hinaus Funktionen wie den Dynamic Load Balancer für eine bessere Verteilung der Cluster-Ressourcen.

Stand dieser Seite: September 2026. Die konkret eingesetzten Softwarestände werden bei neuen Installationen vor der Inbetriebnahme geprüft und an die jeweilige produktive Umgebung angepasst.

Weitere Informationen: Proxmox VE 9.2

 
 

Vorteile der Proxmox VE Virtualisierung mit Ceph

Open-Source-Software auf Debian-Linux-Basis
Subscription und Herstellersupport durch Proxmox verfügbar
Hyperkonvergenter Cluster mit Proxmox VE und Ceph
Shared Storage über Ceph RBD
Cluster mit integrierten HA-Funktionen
Virtuelle Maschinen mit QEMU/KVM und Container mit LXC
Live-Migration bei gemeinsam verfügbarem Storage
Skalierbarer Storage durch zusätzliche OSDs und Nodes
Integration von Proxmox Backup Server möglich



Proxmox VE Ceph Cluster mit drei Nodes und redundantem Shared Storage

 
 

Beispielkonfiguration eines Proxmox Ceph Clusters

Die folgende Konfiguration ist ein Beispiel. CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger, Netzwerkkarten und Gehäuse werden entsprechend den Anforderungen des Projekts und der aktuellen Hardwareverfügbarkeit dimensioniert.

Gehäuse:

19" Rackmount-Server 1HE von Supermicro
redundante Netzteile
redundante Lüfter

SSD / Festplatten:

6 x 960 GB SSD für Daten (Ceph)
2 x 480 GB SSD für Proxmox-System
bis zu 8 SFF-Laufwerke (2,5 Zoll) im Beispielgehäuse
alternativ größere Systeme mit zusätzlichen SSD-/NVMe-Slots

Netzwerkkarten:

4 × 10 GbE über 10GBASE-T in der Beispielkonfiguration
alternativ 10/25 GbE über SFP28
bei hohen Anforderungen auch 100 GbE über QSFP28
redundante Anbindung für Ceph-, VM- und Cluster-Verkehr

Hauptspeicher:

128 GB RAM in der Beispielkonfiguration
für produktive Systeme abhängig von VM-Last und Ceph-Sizing häufig 256 GB oder mehr
RAM-Bedarf von Ceph wird zusätzlich zum Speicherbedarf der VMs und Container berücksichtigt

Prozessor:

Intel- oder AMD-Serverprozessoren
Anzahl der CPUs und CPU-Kerne abhängig von VM-Last und Lizenzierungsanforderungen
ausreichende CPU-Reserve für Ceph- und Cluster-Dienste

Garantie:

verschiedene Service-Level abhängig von Server und Hersteller
bis zu 5 Jahre Hardware-Service möglich
optional Vor-Ort-Service mit definierten Reaktionszeiten

Software:

Proxmox Virtual Environment (VE)
Virtualisierung mit QEMU/KVM und LXC
Hochverfügbarkeit (HA) und Cluster-Management
Proxmox Cluster File System (pmxcfs)
Snapshots und integrierte Backup-Funktionen
PCIe-Passthrough, UEFI und TPM-Unterstützung
lokaler Storage über ZFS, Btrfs, LVM und LVM-thin
externe Storage-Protokolle wie NFS, SMB/CIFS und iSCSI
Ceph RBD und CephFS
Proxmox Backup Server optional integrierbar

Datenblatt:

Proxmox VE Datenblatt (engl. / 620 kB)

Preis auf Anfrage

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Projektpreise und individuelle Konfigurationen sind möglich. Fordern Sie ein auf Ihre Anforderungen abgestimmtes Angebot an!



 
 

Preise der Proxmox VE Subscriptions

Alle wesentlichen Funktionen von Proxmox VE stehen unabhängig von der Subscription-Stufe zur Verfügung. Die Subscriptions unterscheiden sich vor allem durch den Zugriff auf stabile Enterprise-Pakete sowie den Umfang des Herstellersupports.

Die Abrechnung erfolgt pro Jahr und belegtem physischem CPU-Sockel. Die Anzahl der CPU-Kerne verändert den Subscription-Preis nicht. In einem Cluster müssen alle Nodes entsprechend lizenziert werden.

Proxmox VE Subscription – Stand September 2026
BezeichnungEnterprise RepositorySupport
Preis zzgl. MwSt.
FreiNeinKein Enterprise-Support, z. B. für Test- und Laborumgebungen0,00 Euro
CommunityJa / Alle FeaturesKein Enterprise-Ticketsupport, Community-Forum120,00 Euro / Jahr / CPU-Sockel
BasicJa / Alle Features3 Tickets / Jahr, NBD370,00 Euro / Jahr / CPU-Sockel
StandardJa / Alle Features10 Tickets / Jahr, 4 Stunden BD / Remote550,00 Euro / Jahr / CPU-Sockel
PremiumJa / Alle FeaturesUnlimited Tickets, 2 Stunden BD / Remote1.100,00 Euro / Jahr / CPU-Sockel

Hinweis zum Herstellersupport: Proxmox hat angekündigt, den Enterprise-Support ab dem 19. Oktober 2026 um eine weltweite 24/7-Abdeckung zu erweitern. Für Premium soll die 24/7-Abdeckung ab diesem Termin enthalten sein; für Standard ist die Einführung in einem weiteren Zeitfenster im vierten Quartal 2026 angekündigt. Für Basic bleibt die bestehende SLA-Struktur bestehen. Die jeweils aktuellen Bedingungen des Herstellers sind bei Bestellung maßgeblich.


Informationen zu Proxmox bei Stor IT Back Support und Dienstleistungen für Proxmox

 

Proxmox und Ceph - Videos

Proxmox VE - Grundkonfiguration und Aufbau des Clusters

Proxmox VE - Cluster erstellen



Konfiguration des Ceph Storage im Proxmox Cluster

Ceph Storage im Proxmox Cluster erstellen



Die Installation von Ceph mit einem OpenFabric Mesh Netzwerk

Ceph Storage mit Mesh Netzwerk erstellen



Veeam Sicherung von Proxmox Cluster ein Einstiegsvideo

Konfiguration von Veeam Backup & Replication für Proxmox VE




Ceph als Shared Storage bei Proxmox

Proxmox VE unterstützt unterschiedliche Storage-Architekturen. Interne Datenträger eines Nodes können beispielsweise mit ZFS genutzt werden. ZFS ist in einer solchen Konfiguration zunächst lokaler Storage und kein gemeinsam von allen Nodes verwendeter Shared Storage.

Proxmox VE kann VM-Datenträger auf lokalem ZFS über Storage Replication asynchron auf andere Cluster-Nodes übertragen. Hochverfügbarkeit ist deshalb grundsätzlich auch ohne Ceph beziehungsweise klassischen Shared Storage möglich. Zwischen zwei Replikationsläufen besteht jedoch ein mögliches Recovery Point Objective (RPO): Fällt ein Node ungeplant aus, können Änderungen seit der letzten erfolgreichen Replikation fehlen.

Ceph verfolgt einen anderen Ansatz. Bei Proxmox wird Ceph RBD typischerweise als verteilter Shared Block Storage eingesetzt. Die virtuellen Datenträger liegen damit im Ceph-Cluster und sind nicht fest an den lokalen Storage des gerade ausführenden Proxmox-Nodes gebunden. Dadurch können die VM-Datenträger auch von anderen berechtigten Cluster-Nodes erreicht werden.

Bei einem typischen replizierten Ceph-Pool mit size=3 werden drei Instanzen eines RADOS-Objekts gespeichert. Bei einer entsprechend konfigurierten CRUSH-Regel werden diese auf unterschiedliche OSDs beziehungsweise Hosts verteilt. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass sämtliche Daten auf jedem Node des Clusters vollständig identisch vorhanden sein müssen.

Fällt ein Proxmox-Node aus, kann eine als HA-Ressource konfigurierte VM nach dem erforderlichen Cluster- und Fencing-Prozess auf einem anderen verfügbaren Node neu gestartet werden. Ihre virtuellen Datenträger bleiben über Ceph RBD verfügbar, solange das Ceph-Cluster über ausreichend OSDs und Replikate für den weiteren Betrieb verfügt.

Auch bei Migrationen bietet Shared Storage einen erheblichen Vorteil: Die kompletten virtuellen Festplatten müssen nicht zwischen den Virtualisierungs-Hosts kopiert werden, weil sie bereits über Ceph erreichbar sind.


 
 

Ceph oder ZFS-Replikation bei Proxmox?

Beide Verfahren können für Proxmox-VE-Cluster sinnvoll sein. Die Entscheidung hängt vor allem von der gewünschten Verfügbarkeit, dem akzeptablen RPO, der Clustergröße, der vorhandenen Netzwerkinfrastruktur und der erforderlichen Storage-Performance ab.

Vergleich: Ceph Shared Storage und ZFS Storage Replication
Merkmal Ceph ZFS-Replikation
Storage-Prinzip Verteilter Shared Storage Lokaler Storage mit Replikation
Datenverteilung Kontinuierlich durch Ceph Asynchron in definierten Intervallen
RPO bei Node-Ausfall Bei intaktem Ceph keine periodische ZFS-Replikationslücke Abhängig vom letzten erfolgreichen Replikationslauf
VM-Datenträger für andere Nodes erreichbar Ja, über den gemeinsamen Ceph-Storage Auf vorher definierten Replikationszielen vorhanden
Migration Keine vollständige Übertragung des VM-Datenträgers zwischen den Nodes notwendig Abhängig von Ziel-Node und Replikationsstatus
Netzwerkanforderungen Hoch, insbesondere bei Replikation, Recovery und Rebalancing Meist geringer und zeitlich steuerbarer
Komplexität Höher Geringer
Typischer Einsatz Produktive HCI- und HA-Cluster mit gemeinsamem Storage Kleinere Cluster und Umgebungen mit akzeptablem Replikations-RPO



Proxmox Cluster Sizing

Beim Sizing eines hyperkonvergenten Proxmox-VE-Clusters müssen die Ressourcen für Virtualisierung und Ceph gemeinsam betrachtet werden. CPU, RAM, Storage-Kapazität, Anzahl der OSDs und Netzwerkbandbreite beeinflussen sich gegenseitig.

CPU:
Ceph MON- und MGR-Dienste benötigen im Vergleich zu den eigentlichen Storage-Diensten normalerweise relativ wenig CPU-Leistung. Bei einem typischen Proxmox-Cluster mit Ceph RBD entsteht ein wesentlicher Teil der Storage-Last auf den OSDs. Deshalb müssen ausreichend CPU-Ressourcen für Ceph verfügbar bleiben und dürfen nicht vollständig von virtuellen Maschinen belegt werden.

Ein Ceph Metadata Server (MDS) wird insbesondere für CephFS benötigt. Für den typischen Block-I/O einer virtuellen Maschine auf Ceph RBD befindet sich der MDS nicht im eigentlichen Datenpfad. Wird CephFS zusätzlich verwendet, muss dessen MDS-Ressourcenbedarf gesondert berücksichtigt werden.

RAM:
Der Arbeitsspeicherbedarf hängt unter anderem von Anzahl und Kapazität der OSDs, dem verwendeten Storage, dem Workload und der Ceph-Konfiguration ab. Der von Ceph benötigte RAM muss zusätzlich zum Speicherbedarf der virtuellen Maschinen und Container eingeplant werden. Ein Cluster, dessen RAM bereits vollständig durch VMs ausgeschöpft wird, besitzt keine ausreichende Reserve für Storage-, Recovery- und Cluster-Prozesse.

Storage-Kapazität:
Bei der Planung darf nicht nur die theoretische Nutzkapazität betrachtet werden. Bei einem replizierten Pool mit size=3 werden drei Instanzen jedes Objekts gespeichert. Die reine Nutzkapazität liegt daher zunächst ungefähr bei einem Drittel der Rohkapazität. Davon müssen zusätzliche Reserven für Ausfälle, Recovery und Rebalancing abgezogen werden.

Fällt ein OSD aus, verteilt Ceph die betroffenen Daten entsprechend der Cluster- und CRUSH-Konfiguration auf verfügbare OSDs. Dafür muss ausreichend freier Speicher vorhanden sein. Ein Cluster sollte daher nicht bis an seine technischen Fullness-Grenzen herangefahren werden.

Ceph verwendet standardmäßig unter anderem folgende Schwellwerte:

nearfull: 85 % – Warnung vor zu hoher OSD-Auslastung
backfillfull: 90 % – kein neuer Backfill auf zu volle OSDs
full: 95 % – Schreibzugriffe werden zum Schutz des Clusters blockiert

Für die Praxis ist besonders wichtig: Nicht nur die durchschnittliche Clusterauslastung betrachten. Entscheidend kann der am stärksten belegte OSD sein. Daher sollten OSD-Auslastung und Datenverteilung kontinuierlich überwacht werden.

Eine betriebliche Warnschwelle deutlich unterhalb der technischen Ceph-Grenzwerte – beispielsweise im Bereich von etwa 70 bis 80 Prozent, abhängig von Clustergröße und Ausfallszenario – schafft Reserve für Rebalancing und den Ausfall eines OSDs oder Nodes.

Tipp: Zusätzliche OSDs beziehungsweise weitere Storage-Kapazität können in ein bestehendes Ceph-Cluster integriert werden. Ceph verteilt die Daten anschließend entsprechend der Konfiguration neu.


 
 

Erweiterung des Proxmox Clusters

Die Netzwerkinfrastruktur ist ein zentraler Bestandteil eines Proxmox-Ceph-Clusters. Sie transportiert nicht nur den Datenverkehr der virtuellen Maschinen, sondern auch Cluster-Kommunikation, Ceph-I/O, Replikation, Recovery und Rebalancing.

Für produktive Ceph-Umgebungen ist 10 GbE eine sinnvolle technische Basis. Bei hoher I/O-Last, schnellen NVMe-Datenträgern oder größeren Clustern können 25, 40 oder 100 GbE sinnvoll sein. Die konkrete Auslegung richtet sich nach Anzahl der Nodes, OSDs, Datenträgern und den erwarteten Workloads.

Die Netzwerkverbindungen sollten redundant ausgeführt werden. Der Ceph-Verkehr kann über separate physische Interfaces und Switches oder, bei ausreichender Bandbreite und entsprechender Planung, logisch über VLANs vom VM- und Management-Verkehr getrennt werden.

Bei der Beispielkonfiguration mit vier 10-GbE-Ports pro Server können zwei Verbindungen für Ceph und zwei weitere für VM-, Management- oder Cluster-Verkehr eingeplant werden. Bei einer vollständig redundanten Architektur werden die Verbindungen auf unterschiedliche Switches verteilt.

Für einen kleinen 3-Node-Cluster sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Direct-Attached-Verbindungen für dedizierte Storage-Kommunikation möglich. Für größere oder später erweiterbare Cluster ist eine switchbasierte Netzwerkarchitektur normalerweise flexibler.

Cluster erweitern:
Mehr Storage-Kapazität kann durch zusätzliche oder größere OSDs bereitgestellt werden. Bei einem steigenden Kapazitäts- oder Performancebedarf können auch weitere Proxmox-/Ceph-Nodes ergänzt werden. Die Anzahl der Laufwerksschächte sollte deshalb bereits beim ersten Sizing berücksichtigt werden.

Benötigt ein Projekt deutlich mehr Kapazität, können beispielsweise 2-HE-Systeme mit 24 oder mehr SSD-/NVMe-Slots zum Einsatz kommen.

Auch HDDs können technisch als Ceph-OSDs genutzt werden. Für normale produktive Virtualisierungs-Workloads empfehlen sich jedoch typischerweise Enterprise-SSDs oder NVMe-Medien. Für große Datenmengen mit geringeren IOPS-Anforderungen können separate Storage-Tiers oder externe NAS-/SAN-Systeme je nach Anwendung wirtschaftlicher sein.


 
 

Virtuelle Maschinen im Proxmox Cluster:

Auf einem Proxmox-VE-Cluster können neue virtuelle Maschinen und Container erstellt oder bestehende Workloads aus anderen Virtualisierungsumgebungen migriert werden. Je nach Ausgangssystem unterstützen wir auch die Migration von VMware vSphere/ESXi und Microsoft Hyper-V zu Proxmox VE.

Konfiguration eines Linux-Servers als virtuelle Maschine

Linux Server als virtuelle Maschine neu erstellen

 
Konfiguration eines Windows-Server-2022 als virtuelle Maschine

Windows Server 2022 als virtuelle Maschine neu erstellen




Enthaltene Dienstleistung im Proxmox Ceph Paket

Ein leistungsfähiges Proxmox-Ceph-System besteht nicht nur aus Servern und Software. Entscheidend sind eine passende Architektur und eine auf den Workload abgestimmte Konfiguration.

Je nach vereinbartem Projektumfang unterstützen wir Sie unter anderem bei:

Anforderungsanalyse und Hardware-Sizing
Planung von CPU, RAM, OSDs und nutzbarer Ceph-Kapazität
Planung der 10/25/100-GbE-Netzwerkinfrastruktur
Vorbereitung und Grundinstallation von Proxmox VE
Aufbau und Konfiguration des Proxmox-VE-Clusters
Installation und Konfiguration von Ceph
Einrichtung von Ceph RBD und HA-Ressourcen
Konfiguration der Storage- und Netzwerkpfade
Integration eines Proxmox Backup Servers
Migration bestehender virtueller Maschinen
Migration von VMware oder Hyper-V zu Proxmox VE
Dokumentation der Umgebung
Schulung und Einweisung der Administratoren
Remote- oder Vor-Ort-Inbetriebnahme

Wie bei unseren anderen Systemlösungen kann die Hardware vor der endgültigen Inbetriebnahme geprüft und grundkonfiguriert werden. Der konkrete Leistungsumfang wird im Angebot passend zum Projekt festgelegt.


 
 

Häufige Fragen zum Proxmox VE Ceph Cluster

Wie viele Nodes benötigt ein Proxmox Ceph Cluster?

Für einen produktiven hyperkonvergenten Proxmox-VE-Cluster mit Ceph werden in der Praxis mindestens drei Nodes empfohlen. Damit können Ceph-Dienste redundant verteilt und replizierte Pools mit mehreren Kopien auf unterschiedlichen Hosts aufgebaut werden. Bei höheren Anforderungen an Verfügbarkeit, Kapazität oder Performance können weitere Nodes sinnvoll sein.

Was ist der Unterschied zwischen Ceph und ZFS bei Proxmox?

Ceph stellt einen verteilten Shared Storage bereit, auf den die Proxmox-Nodes gemeinsam zugreifen können. ZFS wird bei Proxmox häufig als lokaler Storage eingesetzt. VM-Daten können mit Proxmox Storage Replication asynchron auf andere ZFS-Nodes übertragen werden. Dadurch besteht zwischen zwei Replikationsläufen ein mögliches RPO.

Ist Proxmox HA auch ohne Ceph möglich?

Ja. Hochverfügbarkeit kann unter Proxmox VE auch mit lokalem Storage und Storage Replication genutzt werden. Bei asynchroner ZFS-Replikation können bei einem ungeplanten Node-Ausfall jedoch Änderungen seit der letzten erfolgreichen Replikation fehlen. Ceph vermeidet diese periodische Replikationslücke, weil die VM-Datenträger bereits auf einem verteilten Shared Storage liegen.

Wie viel RAM benötigt ein Proxmox Ceph Cluster?

Dafür gibt es keinen einzigen pauschalen Wert. Der RAM-Bedarf hängt unter anderem von Anzahl und Größe der OSDs, der Ceph-Konfiguration, den verwendeten Datenträgern und dem Workload ab. Zusätzlich muss der Arbeitsspeicher für die virtuellen Maschinen und Container eingeplant werden. Für produktive Cluster ist deshalb eine ausreichende RAM-Reserve wichtig.

Welches Netzwerk benötigt Ceph?

Für produktive Ceph-Cluster ist 10 GbE eine sinnvolle Basis. Bei schneller All-Flash- oder NVMe-Ausstattung, hoher I/O-Last oder größeren Clustern können 25 oder 100 GbE sinnvoll sein. Das Netzwerk sollte redundant ausgelegt und für Ceph-Replikation, Recovery und Rebalancing ausreichend dimensioniert werden.

Wie viel nutzbarer Speicher bleibt bei Ceph mit drei Replikaten?

Bei einem replizierten Pool mit size=3 werden drei Instanzen eines Objekts gespeichert. Rein rechnerisch steht daher ungefähr ein Drittel der Rohkapazität für Nutzdaten zur Verfügung. In der Praxis muss zusätzlich freie Kapazität für Recovery, Rebalancing, OSD-Ausfälle und die Ceph-Fullness-Grenzwerte reserviert werden.

Was passiert beim Ausfall eines Proxmox-Nodes?

Ist eine virtuelle Maschine als HA-Ressource konfiguriert und das Ceph-Cluster weiterhin funktionsfähig, kann Proxmox VE die VM nach der Erkennung und Absicherung des ausgefallenen Nodes auf einem anderen verfügbaren Cluster-Node neu starten. Da die virtuellen Datenträger über Ceph RBD erreichbar sind, müssen sie nicht zuvor auf den neuen Virtualisierungs-Host kopiert werden.

Kann ein Proxmox Ceph Cluster später erweitert werden?

Ja. Zusätzliche OSDs, größere Datenträger und weitere Cluster-Nodes können abhängig von der vorhandenen Architektur ergänzt werden. Ceph verteilt die Daten anschließend entsprechend der Cluster-Konfiguration neu. Eine geplante Erweiterbarkeit sollte bereits bei Servergehäusen, Netzwerkports und Switch-Kapazitäten berücksichtigt werden.

Können VMware- oder Hyper-V-VMs nach Proxmox migriert werden?

Ja. Virtuelle Maschinen aus VMware-vSphere-/ESXi- und Microsoft-Hyper-V- Umgebungen können grundsätzlich nach Proxmox VE migriert werden. Das genaue Vorgehen hängt vom Quellsystem, Gastbetriebssystem, Storage, Netzwerk und der akzeptablen Ausfallzeit ab. Wir unterstützen bei Planung und Durchführung der Migration.

Welche Proxmox Subscription ist für Unternehmen sinnvoll?

Für produktive Umgebungen kommen vor allem Basic, Standard und Premium infrage. Die Funktionen von Proxmox VE sind nicht auf bestimmte Subscription-Stufen beschränkt. Die Stufen unterscheiden sich insbesondere bei Anzahl der Support-Tickets, Reaktionszeiten und weiteren Support-Leistungen. Für geschäftskritische Infrastrukturen sollte der benötigte Support-Level bereits in der Planungsphase festgelegt werden.

 
 

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