NAS "Network Attached Storage" V1.8 (c) Stor IT Back 2009

Einführung

Das NAS-System ist entstanden, weil der Speicherbedarf der PC-Clients im Windows-Zeitalter stetig gestiegen ist. Eine dezentrale Aufrüstung der PCs mit eigenen Festplatten macht immer dann keinen Sinn, wenn mehrere Personen auf die Daten zugreifen müssen. Ein einfaches Beispiel: Ein Buchhalter schreibt eine Rechnung an einem PC und ein anderer Buchhalter möchte diese Rechnung am nächsten Tag für einen Kunden ausdrucken. Wenn diese Rechnung auf der lokalen Festplatte des einen Buchhalters liegt, kann der zweite sie nicht ausdrucken, bzw. er muss zu dem PC des Kollegen. Einfach wird die ganze Sache, wenn alle Daten zentral auf einem System liegen, auf das alle Zugriff haben, die dieselben Daten benötigen. Wichtig ist hierbei jedoch, dass nicht jeder Zugriff auf alle Daten bekommt. Dies muss, gerade bei größeren Firmen, administrierbar bleiben.

Aufbau von NAS-Systemen

Ein NAS-System ist der Speicherplatz für die Clients im Netzwerk. Diese erreichen ihren Speicherplatz über das LAN (Local Area Network) oder das WAN (Wide Area Network). Das heißt anders als beim DAS-System ist die Hauptverbindung für ein NAS das Netzwerk, heute meist Ethernet. NAS - externer Anschluß Intern ist ein NAS-System wie ein Server aufgebaut. Die wichtigsten Bestandteile sind die Netzwerkkarte, der Raid-Controller und die Festplatten. Diese Bestandteile bestimmen die Qualität des Gesamtsystems und natürlich auch den Preis. Nicht zu vergessen sind natürlich die NAS-Software und das Betriebssystem. Beide bestimmen Performance und Verfügbarkeit entscheidend mit. Für die Hardware werden einmal Standard-Server eingesetzt, zum anderen spezielle Komponenten, die nur für den Einsatz in NAS-Systemen entwickelt wurden. Für Standard-Hardware spricht einmal der Preis und zum anderen auch die allgemeine Verfügbarkeit. Fällt der Speicher aus, so kann er leicht ersetzt werden, ebenso andere Komponenten. Damit lassen sich kostengünstige und trotzdem leistungsfähige Systeme aufbauen. Der Vorteil für spezielle NAS-Server ist die 100 % Kompatibilität der Komponenten untereinander und zum Betriebssystem. Es passt einfach alles zusammen. Probleme mit nicht kompatibler Hardware tauchen nicht auf, das System kann zuverlässiger und sicherer betrieben werden.
Es haben sich 2 Betriebssysteme NAS - interner Aufbau für NAS-Server durchgesetzt. Dies sind einmal ein klassisches Linux- oder FreeBSD-Betriebssystem mit SMB-Software und zum anderen eine Windows Server Variante (Windows Storage Server 2003) mit NFS-Erweiterungen. Einige Hersteller bieten properitäre Systeme an, die meist von der Entwicklung aus dem Linux oder FreeBSD-Umfeld stammen.
Der Vorteil des Windows NAS ist die 100 % Kompatibilität zur Windows-Familie. Damit erhält man ein System mit den Vorteilen der Windows-Welt, aber auch die Nachteile. Soll das NAS in heterogene Welten integriert werden, so haben meist die Unix- bzw. Linux-Systeme mehr Vorteile.
Insgesamt haben auch die NAS-Server mit einem Unix-Betriebssystem sehr gute Implementierung des SMB/CIFS Protokolls. Die meisten Anwendungen lassen sich ohne Probleme realisieren, eine Integration in das Windows ADS ist kein Problem. Interessante Features kommen aus dem Linux-Umfeld, so ist meist eine Replizierung auf ein zweites System möglich, SnapShots sind integriert und stabile Filesysteme bieten eine gute Grundlage für eine sichere Datenhaltung.
Bei der Auswahl des richtigen NAS muss also sowohl die vorhandene Infrastruktur, wie auch besondere Anforderungen an das NAS berücksichtigt werden. Von der Bedienung her bringen beide NAS-Familien ähnliche Oberflächen mit. Meist sind sie browser-basierend aufgebaut und recht einfach zu bedienen. Beim Windows Storage Server kann zusätzlich noch die normale Windows Oberfläche genutzt werden.

Zusätzliche Services auf NAS-Systemen

Vom eigentlichen Ansatz her ist der NAS-Server ein reiner Fileserver. Jedoch benötigt auch ein Fileserver weitere Funktionen, wie zum Beispiel einen Virenscanner oder eine Backup-Software. Auf Linux-NAS-Server ist meist die Installation von Software nicht möglich. Der Windows Storage Server 2003 bietet jedoch, wie ein übliches Windows, die Möglichkeit Virenscanner und Backup-Software zu installieren.
Jedoch birgt dies die Gefahr, das System durch inkompatible unstabile Software zu gefährden. Die Verfügbarkeit kann eingeschränkt werden. Auf auch auf der Linux-Seite werden Lösungen angeboten. So kann zum Beispiel eine Viren-Scanner-Software integriert sein und Backup-Clients können aktiviert werden.
NAS-Server mit großen Datenmengen kommen irgendwann an Systemgrenzen oder sprengen das Backup-Fenster. Auch hierbei gibt es Lösungen. So können durch eine HSM-Funktion selten genutzte Daten auf kostengünstigen Speicher verschoben werden. Dies spart Plattenkapazität und verkürzt das Backup-Fenster.
Durch eine Deduplizierung der Daten kann Plattenplatz eingespart werden. Mehrfach vorhandene Dateien werden nur noch einmal gespeichert und mit Verweisen (Stub-Files) zum zentralen Speicherort versehen. Jederzeit erreichbar, aber ohne Platzverschwendung.

Vorteile von NAS-Systemen

Der größte Vorteil ein NAS-Systems ist die schnelle und unkomplizierte Installation und Integration in ein vorhandenes Netzwerk. Sie besitzen ein optimiertes Betriebssystem für Filesystem-Dienste. Damit sind sie bei gleicher Ausstattung leistungsfähiger als ein vergleichbarer Server mit einem klassischen Windows- oder UNIX-Betriebssystem. Weiterhin werden NAS-Systeme zu günstigen Preisen angeboten, zum Teil liegen sie sogar bei einem geringeren GB-Preis als DAS-Systeme. Dies liegt zum großen Teil an den produzierten Stückzahlen, aber auch am standardisierten Aufbau. Die kostengünstigen Systeme sind "einfacher" Server mit meist IDE- oder SATA-Platten und einem kostengünstigen IDE-/SATA-Raid-Controller. Die Produktpalette reicht bis zum vollredundaten Fibre Channel NAS mit Snap-Shot und "remote Mirroring". Diese Systeme haben dann auch ihren Preis.
Die Enterprise-Lösungen der Hersteller bieten Cluster-Funktionalitäten, NAS-to-NAS-Spiegelungen und umfangreiche Administrationsoberflächen. Meist sind auch SAN-Funktionalitäten erhältlich, entweder über Fibre Channel oder iSCSI.
Verschiedene NAS-Systeme finden Sie in den Angeboten der Stor IT Back. In einem Angebot ist ein Autoloader für eine lokale Datensicherung integriert, andere sind modulare Systeme. Die Enterprise-Lösungen werden bei uns genau auf Ihre Anforderungen zugeschnitten, fragen Sie nach diesen NAS-Lösungen.

Nachteile von NAS-Systemen

Ein mögliches Problem kann auftreten, wenn sehr viele Clients auf das NAS zugreifen und dabei sehr große Datenmengen transportieren, dann kann das LAN schnell überlastet werden. Das Laden von Dokumenten wird langsam und kann sogar abbrechen. Auch andere Funktionen des LANs werden gestört. Vor dem Kauf eines NAS-Systems sollte das vorhandene Netz analysiert und die Auslastung ermittelt werden. Ersetzt ein NAS-System vorhandene Windows- oder Netware-Fileserver, so kann auch eine Reduzierung der Netzlast erreicht werden.
Ein weiterer Nachteil von NAS-Systemen tritt immer dann auf, wenn nicht-erweiterbare Systeme im Einsatz sind. Ist ein solches NAS-System an seiner Kapazitätsgrenze, so wird einfach ein weiteres System angeschafft. Von den Hardwarekosten ist dies vertretbar, jedoch spielen dann Personalkosten, Datensicherungskosten und die Nebenkosten eine wesentlich größere Rolle. Schnell sind die geringeren Anschaffungskosten durch die Nachteile aufgebraucht, die Lösung wird teurer und teurer. Viele höherwertige Systeme lassen sich stufenlos erweitern, durch weitere Funktionen aufwerten und sind als Enterprise-Lösung einsetzbar.

Suchen Sie eine Lösung aus diesem Nachteil, so wenden Sie sich an uns. Wir bieten Ihnen NAS-Lösungen, die auch ohne Probleme erweiterbar bleiben. Oder möchten Sie sich erst einmal Informieren? Dafür bieten wir eine herstellerunabhängige Schulung zum Thema "Storagetechnologien" an.

Zurück zur Übersicht
Übersicht
nach oben
nach oben
Übersicht der Angebote
Angebote
Kontakt zur Stor IT Back
Kontakt
Suche auf der Webseite
Suche
Neuaufbau des Frame-Sets
Navigation