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Ein Online- oder Offline-Backup ist mit jeder Backup-Technologie, egal ob Netzwerk-Backup oder LAN-free, kombinierbar. Der Unterschied ist, das beim Online-Backup die Anwendung, z.B. eine Datenbank, weiter genutzt werden darf. Hierzu müssen Mechanismen vorhanden sein, die eine Konsistenz der Sicherung ermöglichen.
Dies muss mit einem deutlichen nein beantwortet werden. Läuft eine Datenbank im normalen Betrieb während einer Sicherung, so ist sie nicht konsistent. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das Problem. Eine Datenbank mit Buchhaltungsdaten soll gesichert werden, die Mitarbeiter buchen aber während dieser Zeit.

In diesem Beispiel beginnt die Datensicherung um 15.00 Uhr und läuft gleichmäßig bis 16.00 Uhr durch. Die erste Buchung schreibt Daten an den Anfang der Datenbank, aber auch an das Ende. Der erste Datensatz vom Anfang ist aber nicht mit in der Sicherung, sie war an diesem Punkt schon vorbei, aber der zweite Teil wird noch mitgesichert, hier kommt der Backupvorgang erst kurz vor 16.00 Uhr an. Gleiches gilt auch für die Buchung um 15.45 Uhr, der erste Teil geht nicht mit in die Sicherung. Soll diese Sicherung jetzt zurückgespielt werden, so sind von beiden Buchungen nur Teile in der Datenbank vorhanden, die gesamte Buchhaltung ist inkonsistent, schlimmer noch, die Datenbank läßt sich normalerweise nicht einmal öffnen. Diese Sicherung ist im Ernstfall nicht zu gebrauchen!
Die erste Möglichkeit ist, die Anwendung bzw. Datenbank
herunterzufahren. Änderungen sind jetzt nicht mehr möglich, die Daten können als
Dateien gesichert werden. Dieses Verfahren wird Offline-Backup genannt. Ein
großer Vorteil ist die unkomplizierte Handhabung, Datenbank herunterfahren und
Zugriff zur Anwendung sperren und die Dateien sichern. Dies ist auch mit "copy"
oder "tar" möglich. Nachteil ist jedoch, für die Zeit des Backups (in dem obigen
Beispiel ein ganze Stunde) ist die Anwendung nicht nutzbar. Eine
offline-Sicherung kann also nur in der Nacht durchgeführt werden. Bei einem 7 x
24 Stunden Betrieb der Anwendung geht es aber überhaupt nicht. Die Lösung
ist dann die Online-Sicherung. Die Datenbank oder Anwendung läuft weiter und
kann ganz normal genutzt werden. Jedoch muss in diesem Fall die
Datenbank sicherstellen, das ab dem Startzeitpunkt der Sicherung keine Daten
verändert werden und dies bis zum Ende der Sicherung. Für diesen Fall schreibt
die Datenbank Änderungen in einen anderen Bereich, unsichtbar für
die Datensicherung, aber nutzbar für den Anwender. Ist die Datensicherung
abgeschlossen, so schreibt die Datenbank die veränderten Sätze in die Dateien
zurück. Dies ist eine ideale Lösung für 7 x 24 Stunden-Betrieb.
Bei vielen
Datenbanksystem hat die Online-Sicherung einen weiteren Vorteil. Da die
Veränderungslogs mitgesichert werden, ist eine "point in time"-Recovery möglich. Dies
bedeutet, die Datenbank kann zu einem beliebigen Zeitpunkt wiederhergestellt werden.
Anwendungen ergeben sich nach fehlerhaften Eingaben oder Programmstörungen. Es gehen also
nicht alle Änderungen bis zur letzten Sicherung verloren, sondern
nur bis zur Störung.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, die Datenbank
herunterzufahren, dann vielleicht die Offline-Sicherung, aber eine "point
in time"-Recovery ist dann nicht möglich ...
Dies ist keine einfache Entscheidung, vieles hängt
von Ihrer IT-Struktur ab. Wir erstellen Ihnen gerne ein Konzept für die
Sicherung von Datenbanken, wenden
Sie sich an uns.
Die Sicherung ist aber nur der erste Teil, wichtig ist
auch die mögliche Recovery der Datenbank. Wir erstellen Recovery-Abläufe und
Pläne und testen sie auch.
Der Vorteil für Sie: Ein Backup mit getesteter
Recovery.
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