Stor IT Back - Ihr Speicherspezialist
Wichtig ist für die Datensicherung von vielen Servern, dass sie zentral durchgeführt
und überwacht wird.
Es
spart Kosten und erhöht die Sicherheit. Diese zentralisierte Sicherung
bedeutete vor "LAN-free" immer den Transport aller Daten über das LAN zum Backup-Server.
Dieser schreibt die Daten auf die Tapes, verwaltet die Sicherungen und steuert
die Library.
Eine Zentralisierung ist hiermit erreicht, jedoch wird das LAN während eines
Backup- oder Recover-Vorganges stark belastet. Die Antwortzeiten der Online-Anwendungen
im Netz werden verlängert, bei starken Belastungen kann es zum Abbruch von Transaktionen
kommen. Viele Anwender reagieren darauf mit dem Aufbau eines eigenen Backup-
und Recovery-Netzes. Also die strikte Trennung von Client-Daten und Backup-Daten.
Trotzdem ist in jedem Fall die Übertragungsgeschwindigkeit durch das Netzwerk
begrenzt. Bei FastEthernet sind dies ca. 10 MB/s an Nutzdaten, bei Gigabit 40
MB/s. Moderne Bandtechnologien nutzen Transfergeschwindigkeiten von über
100 MB/s, selbst DLT8000 liegt schon bei 6 MB/s. Neben dem reinen Flaschenhals
Netzwerk kommt noch die Start-Stop-Problematik der Bandlaufwerke hinzu.
Reicht der Datenstrom nicht aus, so muss das Bandlaufwerk abbremsen, rückspulen
und wieder starten. Dies ist eine sehr starke Belastung für Laufwerk und
Bandmaterial und das unter Umständen mehrfach in der Minute. Die Laufzeit
der Sicherung explodiert, obwohl eigentlich das reine Backup schneller gehen
müsste. Unrealistisch lange Backup-Laufzeiten deuten also meist auf die
Start-Stop-Problematik hin. Dies sollte schnell behoben werden, da es eine große
Belastung für das Laufwerk und die Bänder ist.
Die Theorie der Verbesserung ist sehr einfach, die Tape-Library wird mit allen
Servern verbunden.
Dies
lässt sich sehr einfach über Fibre Channel lösen, alle Server und die Library
werden über einen FC-Switch verbunden. Jetzt können die Server direkt über Fibre
Channel auf das Bandlaufwerk zugreifen. Wichtig ist die Koordinierung, es könnten
ja sonst alle zur gleichen Zeit auf das gleiche Band schreiben. Dies muss die
Backup-Software übernehmen. Einer dieser Server wird zum Backup-Server bestimmt
und steuert die Library und übernimmt die Verwaltung der Sicherungen für
alle andere. Natürlich kann der Backup-Server weiterhin andere Server,
die nicht in das SAN integriert sind, über das LAN sichern.
Die Voraussetzung für LAN-free Backup ist also ein SAN. Zusätzlich werden bestimmte
Versionen der Backup-Software benötigt. Diese stellen den reibungslosen Betrieb
sicher. Diese Lizenzen sind meist wesentlich teurer als Netzwerk-Clients, sie
können ja auch viel mehr und bieten einen zusätzlichen Mehrwert.
Es können auch Libraries mit SCSI-Anschluss in das SAN integriert werden.
Eine SCSI-to-Fibre Channel-Bridge sorgt für die Signalumsetzung.
Sind die Backup-Fenster nicht mehr ausreichend, so kann es durchaus sinnvoll
sein, auch alleine für das Backup ein SAN anzuschaffen. Um das Ganze jedoch
finanziell besser tragbar zu machen, sollte auch über einen zentralisierten
Speicherplatz im SAN nachgedacht werden.
Eine Datensicherung auf Festplattensysteme wird immer häufiger benötigt.
Sie erhöht die Performance und stellt viele logische Bandlaufwerke zur
Verfügung. Diese Systeme werden auch für die LANfree-Sicherung angeboten.
Es sind RAID-Systeme mit einem integrierten Rechner, der Laufwerke und Bänder
emuliert. Meist sind diese Systeme zu bekannten Libraries kompatibel, so dass
sie ohne Probleme in bestehende Backup-Umgebungen integriert werden können.
Die reine Disk-to-Disk Sicherung auf Festplatten ist im LANfree-Bereich nicht
so einfach möglich, da in diesem Fall mehrere Server auf einen Speicherbereich
schreibend zugreifen müssen. Dafür wird dann ein SAN-Filesystem benötigt,
welches die konkurrierenden Schreibzugriffe regelt. Aber auch dafür haben
einige Backup-Software-Herstellungen Lösungen entwickelt.
Die Anbindung über Fibre Channel ist nicht die einzige Möglichkeit zur LANfree-Sicherung. Viele Library-Hersteller bieten auch iSCSI-Karten für ihre Produkte an. Damit kann eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Netzwerkbackup erreicht werden, obwohl in beiden Fällen das LAN genutzt wird. Auch in diesem Fall greifen mehrere Server über iSCSI auf die Library zu und können direkt schreiben und lesen.
Sollten Sie weitere Informationen zum Thema Backup benötigen, so setzen Sie sich mit uns in Verbindung.
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